Meine Stränge entstehen in liebevoller Handarbeit. Die ungefärbten Stränge werden vor dem Färben per Hand auf eine Stranglänge von ca. 1,60 m gehaspelt. Danach kommen sie für einige Zeit in ein Essig-Wasserbad, damit die Wolle die Farben besser aufnimmt. Zum Färben verwende ich Säurefarben verschiedener Hersteller, so Luvotex, PatchworkPro und Dharma. Es gibt viele verschiedene Techniken, die Farbe auf die Wolle zu bekommen, und jede Handfärberin hat da ihre eigenen Vorlieben. Ich mische meine Farben in großen alten Joghurtöpfen und tunke die zu färbenden Teile des Strangs dann hinein. Bei anderen Strängen, zB den Einhornpupsen, wird die Farbe gießend auf den Strang verteilt. Dann entstehen ganz besondere Farbübergänge. Außerdem setze ich mit Spritztechniken kleine Farbakzente. Die gefärbten Stränge werden erst entweder im Kochtopf oder in der Mikrowelle fixiert und dürfen sich dann noch bei einem Bad mit Wollwaschmittel entspannen. Danach werden sie getrocknet und wandern dann in den Shop.

Mit der neuen Stranglänge und meiner Färbetechnik versuche ich, eine Musterbildung beim Sockenstricken zu unterstützen. Dennoch kommt es natürlich noch auf andere Komponenten an, so das Strickmuster, die Sockengröße und die Festigkeit der Maschen. Vielleicht verlockt das kuschelweiche Garn ja sogar dazu, aus der bunten Wolle ein wunderschönes Tuch zu stricken. Deswegen ist die Musterung des Strickstücks am Ende doch ganz in Deiner Hand.