Farbverläufe und Malereien

Schon seit langem haben es mir die Farbverläufe angetan, und ich habe überlegt, ob ich das auch machen soll. Nun ist im Buntfadenhaus eine Strickmühle gelandet, und ich nudel mir die einzelnen Blanks zurecht. Es gibt schon einige davon im Shop. Die Blanks sind doppelt gestrickt, so dass man sie super zu nahezu identischen Socken verarbeiten kann, direkt aus dem Blank herauszustricken.

Ein erstes Paar hab ich heute fertig bekommen!

 

Ringelreihen

Meine Monatssocke ist fertig geworden. Und weil es solch einen Spaß gemacht hat, sie zu stricken, und weil das Muster so einfach ist, und weil ich mir vorstellen kann, dass Euch die Färbung gefällt und auch mit anderen Mustern verstrickt wunderschön aussieht, also darum gibt es nun auch noch Ringelreihen-Wolle hier zu kaufen. Sind eigentlich echte Buntfäden! Natürlich kann ich nie für ein Muster garantieren, dafür sind zuviele unbekannte Faktoren da (Strickprojekt, Maschenzahl, Nadelstärke, Muster, Strickgewohnheit (fest vs. locker) usw.), aber bei Standardsocken ohne spezielles Muster sollte es – bei ca. 56-60 Maschen ringeln, vielleicht ja sogar wie hier regenbogig.

Monatssocke in der Sockentruppe

Ich bin in einer Sockenpuppe … äh Sockentruppe … nein, also in einer Sockengruppe bei Facebook. Allmonatlich wird ein Sockenmuster ausgewählt, wonach dann die Socke des Monats gefertigt wird. Im September ist die Broken-Seed-Stitch-Socke an der Reihe. Das Muster sieht vor, dass man eine Reihe in einem möglichst einfarbigen Garn rechts strickt und dann die nächste Reihe mit einem anderen (vorzugsweise Verlaufs-)Garn 1 M re, 1 M li, dann wieder eine Reihe einfarbig rechts, dann nächste Reihe verlaufig 1 M li, 1 M re. Sehr einfaches Muster, genau das Richtige für mich. Ich hab mir überlegt, das auch mit einem Garn hinzubekommen, indem ich den Strang hälftig dunkelgrau und anderhälftig regenbogig einfärbe.

Es kommt fast hin!

Mona

Bunt bedeckt

Meine Schwägerin darf und soll noch ein paar Wochen brüten, bis mein Neffe auf die Welt kommt. Aber seine Decke ist schon fertig und macht sich dann im Oktober mit meiner Mutter auf den Weg zu ihm in die Schweiz.

Gestrickt aus High Twist, Regenbogenbunt! Verarbeitet wurden 200 g und ein ganz kleiner Rest dazu noch.

Kürbis im Herbst

Mir wird, wenn der Sommer langsam geht, immer so orange zu Mute. Die Tage werden kürzer, und die Abende bringen schon kühle Luft und den Geruch von Laub und Kaminfeuer mit sich. Und mir wird orange. Wenn der August sich verabschiedet und der September kommt, dann kann ich gar nicht anders, ich muss eine Kürbissuppe kochen. Dabei mag ich Kürbissuppe noch nicht einmal so besonders gerne essen. Aber die Vorstellung, so etwas Weiches, Leuchtendes, Warmes zu produzieren und auch zu essen, bringt mir für eine Zeit den Sommer zurück und macht mich zufrieden und glücklich.

Und so hatte ich – seit ich Wolle färbe – am Sommerende nicht mehr nur den Wunsch nach weichen, leuchtenden, warmen Suppen. Vielmehr wollte ich genau dieses Gefühl auch in die Wolle bringen. Letzten Herbst hab ich das irgendwie nicht so richtig geschafft. Aber da ich nun ja mit dem absolut traumhaft fluffigen High Twist Garn von Atelier Zitron arbeite, hatte ich endlich Erfolg. Ich färbte nach Herzenslust und wild durcheinander in Goldgelb, Orange, Ocker, Rot und Grün. Dann hängte ich den ersten Strang zum Trocknen auf. Als er trocken war, war ich glücklich. Der Strang ist für mich perfekt: Weich, leuchtend, warm!

Der Sohn sah es und rief: „Mama! Kürbissuppe! Die darfst Du nicht verkaufen, das werden meine Socken!“

So wurde heute der Strang zum Knäuel, und das Knäuel wird in den nächsten Tagen hoffentlich zu Kürbissuppensocken für den Sohn.

Aber weitere Stränge Kürbissuppe hängt schon zum Trocknen und bereitet sich auf den Shop vor.

 

Veränderungen

Heute auf dem Heimweg wurde ich verändert. Nunja, so ganz war es nicht. Aber irgendwie hatte ich zwei oder drei Sekunden Besinnungszeit und dachte an den Buntfadenshop und an die Stränge, die ich in den nächsten Tagen färben mag, und daran, sie hier in den Shop einzustellen. Und da merkte ich, dass sich mein Färbeverhalten etwas geändert hat. Abgesehen davon, dass ich immer mal wieder Färbepausen mache, dann manische Färbephasen habe und dann wiederum ganz entspannt vor mich hinfärben kann … Am Anfang meiner Färbezeit hab ich noch nicht so recht gewusst, was ich da eigentlich tue, und mehr oder weniger zufällig Farbe, die auch mehr oder weniger zufällig den von mir gewünschten Ton traf, auf die Stränge geträufelt.

Inzwischen ist meist schon lage vor dem eigentlichen Färben die Idee der jeweiligen Färbung da. Es sprudelt in meinem Kopf herum, immer neue Kombis, immer mehr, das strengt an. Ich führe darum inzwischen Listen …

Wenn in den Shop schaue, hab ich viele „Einzelbuntfäden“, aber immer öfter kommt mir eine Färbeidee, die ich dann quasi in Serie auf den Strang bringen mag, zB die Rückblick-Stränge, von denen noch etliche produziert werden sollen. Oder die Pfauen. Mal bestücke ich eine dieser Serien intensiv, mal weniger. So bin ich zB im Moment auch mit den Einhörnern sehr gründlich befasst und hab noch eine Serienidee dazu parat (der Prototyp trocknet grad).

Weil die alte Kategorienstruktur dazu  nicht mehr so recht passte, hab ich einiges geändert und bin noch dabei. Ich hoffe, es wird bald fertig. Bestellen könnt Ihr natürlich dennoch. Ich hoffe, es wird dann übersichtlicher!

Strand und mehr oder Meer

Wir waren im Urlaub. Also, ich und der Sohn. Am Meer. Am Strand. Im Pommes- und Pfannkuchenland. Es war sehr erholsam. Und ich habe mir die ganze Zeit überlegt, welche Eindrücke ich für den Buntfaden mitnehme. Nun sind wir schon seit einiger Zeit wieder da, und es hat auch einige Wochen in mir rumort und gedingst.

Und voila, ich hab ein Buntfaden-Ei gelegt. Es entsteht: Das Strandgut!

Übrigens, wenn man auf Texel ist, kann man ein wunderbares Museum anschauen, das Kaap-Skil-Museum in Oudeschild. Strandgut gibt es dort auch.