Berg gegen Meer

Gestern färbte ich einen Strang in leuchtenden  Türkis- und Grüntönen und war ganz überzeugt, ich würde ihm irgendeinen sehr meerigen Namen geben. Und damit wäre er ja hier im Buntfaden nicht allein, denn ich merke manchmal, dass ich farb- und namensgebungsmäßig durchaus sehr meereslastig bin. Maritim kann man nicht sagen, dann wäre es eher leuchtturmig. Nein, es sind Wassertöne.

Und nun sitze ich hier und betrachte den Strang und überlege, welcher Name der richtige sein könnte.

Dieses Jahr geht es nach Ameland, ans Meer, mal wieder. Also ein Meeresname, mal wieder. Und ich überlege und überlege und denke an Berge. Denke an die Almwiesen, über die wir vor zwei Jahren wanderten, an den Himmel, der wohl nirgends so blau strahlt wie in den Bergen. Und es ist kein Meeresstrang, sondern es ist ein Bergwiesenstrang.

„Auf der Alm“