Träume von der grünen Insel

Vor vielen Jahren habe ich einige Irlandreisen unternommen, Jugendreisen, Radtouren … Einmal sind meine Freundin und ich getrampt, weil wir eigentlich wandern wollten, was aber mit Rucksack und Zeltgepäck gar nicht so einfach war. Mit meinem ersten eigenen Auto haben wir auch eine Reise dorthin gemacht. Immer wieder hab ich diese Irlandsehnsucht gehabt, die grüne Insel hat mich sehr fasziniert. Das ist alles schon lange her, und inzwischen ist das wohl alles nicht mehr so, wie ich es damals erlebt habe.

Aber immer wieder, wenn mir das weiche Tweedgarn von Chester Wool zum Färben in die Hände gerät, habe ich das Gefühl, ich möchte Irland färben. Dazu gehören natürlich immer Grün- und Blautöne. Aber da Irland ist auch karg und felsig. Dies kommt durch die weißen, grauen und braunen Noppen des Tweeds schön zum Ausdruck.

Irland. Irgendwie muss ich da mal wieder hin. Einstweilen färbe ich halt meine Träume in die Wolle. Diese Farben hier haben mich an einen Radausflug zum Gap of Dunloe erinnert.

Erstes Grün

Dieses Jahr hatte der Winter uns lange im Griff. Sogar am Osterwochenende lag noch Schnee. Aber wenn ich in den Garten oder in den Park gehe, dann kann ich bei all den Erdtönen, dem dunklen Grün der Nadeln auch schon einen winzigen Hauch Frühlingsgrün an den Bäumen entdecken. Wenn man genau hinschaut, dann sieht man die ersten Blattknospen. Bald explodiert es wieder in schönen intensiven Leuchtegrüntönen. Das liebe ich. Aber auch diese erste grüne Verheißung ist einfach nur wunderschön.

Ich habe versucht, das auch auf Wolle zu bringen: