Kein Einhornpups

Ich habe keinen Einhornpups gefärbt. Und das kam so:

Der Sohn des Hauses wollte auch einmal mit färben. Und so suchte ich ihm einen Strang heraus und band ihn ab (den Strang) und weichte ihn ein (den Strang) und ging mit dem Sohn in den  Färbekeller. Ich zeigte ihm die Chamäleontechnik in der leichten Variante, und der Sohn tupfte seinen Strang in diese und jene Farbe, und alles war schön. Ein wenig brachte mich sein begleitendes Geplauder aus dem Takt, aber immerhin, es war ein Familienevent.

Dann war er fertig. Und das Unheil nahm seinen Lauf. In der Einweichschüssel hatte ich so einige Stränge und sogar auch einen Sock Blank. Ich hatte großes vor an diesem Sonntagnachmittag.

Der Sohn aber war fertig und verspürte etwas Langeweile und inspizierte mein Farbtopfregal. Ich ahnte nichts böses, bis ich hinter mir ein “Oooops.” vernahm. Aber da war es schon zu spät, in der Einweichschüssel befand sich nun neben Wasser und Essig und diversen Strängen auch rotes (!) Farbpulver.

Die meisten Stränge habe ich retten können. Den Sock Blank habe ich danach selbst vermurkst. Aber einen Einhornpups konnte ich aus dem eingeweichten Glitzergarn nicht mehr färben.

Und so kommt es, dass es nun im Shop einen Strang zu kaufen gibt, der “Kein Einhornpups” heißt:

Und hier noch das Chamäleon des Sohnemanns: