Kein Einhornpups

Ich habe keinen Einhornpups gefärbt. Und das kam so:

Der Sohn des Hauses wollte auch einmal mit färben. Und so suchte ich ihm einen Strang heraus und band ihn ab (den Strang) und weichte ihn ein (den Strang) und ging mit dem Sohn in den  Färbekeller. Ich zeigte ihm die Chamäleontechnik in der leichten Variante, und der Sohn tupfte seinen Strang in diese und jene Farbe, und alles war schön. Ein wenig brachte mich sein begleitendes Geplauder aus dem Takt, aber immerhin, es war ein Familienevent.

Dann war er fertig. Und das Unheil nahm seinen Lauf. In der Einweichschüssel hatte ich so einige Stränge und sogar auch einen Sock Blank. Ich hatte großes vor an diesem Sonntagnachmittag.

Der Sohn aber war fertig und verspürte etwas Langeweile und inspizierte mein Farbtopfregal. Ich ahnte nichts böses, bis ich hinter mir ein „Oooops.“ vernahm. Aber da war es schon zu spät, in der Einweichschüssel befand sich nun neben Wasser und Essig und diversen Strängen auch rotes (!) Farbpulver.

Die meisten Stränge habe ich retten können. Den Sock Blank habe ich danach selbst vermurkst. Aber einen Einhornpups konnte ich aus dem eingeweichten Glitzergarn nicht mehr färben.

Und so kommt es, dass es nun im Shop einen Strang zu kaufen gibt, der „Kein Einhornpups“ heißt:

Und hier noch das Chamäleon des Sohnemanns:

Treppenviertelcowl No. 2

Nachdem nun der erste Cowl fertig ist, stricke ich nun einen für meine Mutter, die Geburtstag hatte und auch gern einen warmen Hals hätte. (Oh, ich hoffe, hier schaut sie nicht rein …)

Ich verwende für diesen Cowl nicht das Hightwist von Atelier Zitron, sondern die Gipfelwelten-Wolle von Schmusewolle. Ich muss sagen (und schreiben), dass ich ganz begeistert bin. Die Wolle ist so schön weich, das ist auch beim Stricken sehr angenehm. Sie lässt sich gut verstricken, gibt ein feines Maschenbild. Ich bin gespannt, ob der Cowl (mit gleicher Maschenzahl wie beim ersten Cowl, der mit Hightwist gestrickt war) dieselben Ausmaße hat wie der erste.

Warmer Hals

Mein Sohn wird ja gern bestrickt. Er hat massenhaft buntfädige Socken und trägt diese mit Begeisterung in allen Lebenslagen. Wärmendwolliges für den Hals fehlte ihm bislang noch. Da ich weiß, dass er Schals und Tücher, also alles, was man noch verknoten muss, nicht so mag, war ich auf der Suche nach einem idiotensicheren Rezept für einen Loop oder Cowl. Bei Nicolor bin ich mit dem Treppenviertel-Cowl fündig geworden. Ich habe einen farbverlaufenden Hightwist-Schlauch gefärbt und mit der angegebenen Maschenzahl drauf los gestrickt.

Die Anleitung ist leicht zu verstehen und das Garn verstrickt sich (besonders dank Farbverlauf) schnell. Ich hatte aber nicht einkalkuliert, dass Hightwist doch sehr plüschig ausfällt und viel größer wird als normales vierfädiges Garn. Also hab ich alles noch mal aufribbeln müssen und von vorne begonnen. Verstrickt hab ich letztlich nicht 100 g, sondern nur ca. 75.

Und es dann gestern endlich fertig bekommen. Der Sohn war heute morgen begeistert, aber gestern abend hab ich mich noch vor dem Fädenvernähen als Modell zur Verfügung gestellt.