Vom Löffelchen zum Becherchen

Meine Stränge entstehen meist mithilfe der Tunktechnik. Das sind dann Stränge mit großen Flächen in einer Farbe, aber die Farben gehen fließend ineinander über, weil ich solch scharfe Abgrenzungen nicht so mag und die neu entstehenden Farben total spannend finde.

Nun wollte ich aber Stränge haben, die in kleinen Abschnitten farblich changieren. Zunächst habe ich versucht, diesen Effekt zu erzielen, indem ich mit einem Esslöffel Farbe an verschiedenen Stellen aufgetragen habe. Das war aber nicht das, was ich wollte. Dann hab ich mir Quetschflaschen bestellt. Aber das war auch noch nicht ganz das, was ich wollte.

Nun benutze ich dazu meine Farbmischbecherchen und gieße die Farbe auf die Wolle. Das ist schon ziemlich genau das, was ich will.

Allein, der Name Puschel gefällt mir nicht mehr 🙁

 

Eure Meinung

Manchmal klappen gerade die Dinge nicht, die am einfachsten scheinen. Ich habe nun geraume Zeit versucht, einfarbige Stränge zu färben. Während das mit den bunten Strängen eigentlich bis auf kleine Pannen prima  klappte, hab ich das mit den einfarbigen nie so richtig hinbekommen. Aber nu klappt es. Und da möcht ich doch mal nach Eurer Meinung forschen. Keine Angst, ich komme nicht mit dem Klemmbrett daher, wie früher diese Leutchen von der Meinungsforschung. Hier ist mal eine winzig kleine Abstimmung! (Lasst Euch nicht von deren schräger Optik abschrecken 🙂 )

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Die Technik

Ab und zu muss man ja mal was Neues probieren … darum wird dann beim nächsten Färbedurchgang mal gefarbquetscht 🙂 Ich bin gespannt, was dabei herauskommt.

Fast nicht bunt …

Ich hab in den letzten Tagen an meiner Unfähigkeit gearbeitet, einfarbige Stränge zu produzieren. Für so verschiedene Anlässe würde ich das nämlich gar zu gerne können. Und irgendwie ist es doch total doof, dass ich die tollsten bunten Teile produziere, aber an einfarbigen Strängen scheitere.

Das klappt jetzt also besser. In den nächsten Tagen werden also ein paar einfarbige oder fast einfarbige Stränge in den Shop wandern. Fast nicht bunt also. Mit diesen Strängen kann man die ganz bunten Stränge prima ergänzen, um vielleicht ein etwas größeres Strickprojekt anzugehen.

Audrey und das Grün

Ich habe neuerdings eine Färbeliste. In den letzten Wochen bin ich unterwegs und da springen mich die Farben an, die ich so gerne färben möchte, Farbkombis, von denen ich meine, sie müssen auf die Wolle. Und wenn ich daheim bin und in meinen Färbekeller gehe, dann ist das weg. Also habe ich eine Liste.

Oft genug liegt dann da die Liste, und im Färbekeller springen mich neue Farben an, ich experimentiere oder muss das einfach mal probieren … Aber neulich habe ich wirklich ganz brav an meiner Liste gearbeitet und wollte einen Baumwollstrang in verschiedenen Frühlingsgrünen färben. Und ich wollte den vielleicht “My Fair Lady” nennen. Oder “Es grünt so grün”. Oder so. Und ach, so schön kamen meine Grüntöne auf den Strang.

Ich wollte ihn grade in die Folie einwickeln und in der Mikrowelle fixieren, da entdeckte ich auf dem schönen Maiengrün einen roten Fleck! Sowas! Mein “Es grünt so grün”. Oder auch “My Fair Lady” meinetwegen. Voller Zorn taufte ich das Ende mit dem roten Tüpfchen vollends rot und den Strang um. Zunächst wollte ich ihn – passend zu der fleischfressenden Pflanze im Little Shop of Horrors – Audrey nennen. Aber da er dann mit seinem roten Ende irgendwie eigentlich genau richtig aussah, heißt er nun “Eigentlich grün”.

Abwärts-Zwerge

Die Kinder-Abwärts-Socken sind fertig geworden. Der Sohn ist glücklich, sie passen perfekt!

Ich habe – wie immer – als Grundlage die Abwärts-Anleitung von Ingrid verwendet. Ich habe ja immer so meine Probleme, nach Anleitungen zu arbeiten. Und es gibt auch viele (Strick-)Anleitungen, die für mich überhaupt nicht verständlich sind, bei denen zudem dann noch wichtige Arbeitsschritte als selbstverständlich vorausgesetzt werden und mir dann somit entgehen usw. Aber diese Anleitung kann sogar ein Anleitungsproblematiker wie ich leicht umsetzen. Vor allem die Ferse hat es mir sehr angetan, nicht nur gefällt sie mir optisch einfach supergut, sie ist auch relativ leicht lochfrei zu stricken und sitzt eigentlich an allen Fußformen gut. Kurz und gut: ich bin absoluter Abwärts-Fan!

Bislang hab ich die Anleitung aber nur für 64 bzw. 72 Maschen gefunden. Und da mein 10jähriger Sohn ein zartes Kindchen ist, wird das nicht so wirklich passen. Eine geborene Mathematikerin bin ich nicht, aber da ich ihm allzu gern auch Abwärts stricken wollte, hab ich mich an die Arbeit gemacht und ein bisschen gerechnet.

Hier also abgewandelte Abwärts für Gr. 34/35:

Maschenaufnahme: 56 Maschen

Schaft:
20 Reihen 2 rechts 2 links, Bündchenmuster
dann Grundmuster Schaft: 6 M rechts, 2 M links, dabei die Maschen so auf die Nadeln verteilen, dass die Nadel mit 2 Linksmaschen endet (das verhindert bei mir “Gässchenbildung”)
Gewünschte Schaftlänge stricken, ich habe 30 R gestrickt.
In der letzten Reihe des Schafts Maschen so sortieren, dass Nadel 1 nach 14 M mit 6 rechten M endet, Nadel 3 mit 2 linken Maschen, so dass Nadel 4 mit 6 rechten Maschen beginnt. Bei Nadel 4 M 2+3 zusammenstricken. Auf Nadel 2+3 liegen dann insgesamt 26 M, auf Nadel 1+4 nach der Abnahme 28.

Fersenwand:
Nadel 2+3 werden stillgelegt, Nadel 1+4 zusammengelegt. Die letzte Reihe des Schafts mit den M auf Nadel 4 gilt schon als Anfang der ersten Reihe der Ferse. Wir stricken also mit Nadel 4 die Maschen der Nadel 1 ab, die drittletzte und vorletzte Masche werden zusammengestrickt. Somit liegen auf der Nadel 28 Maschen. Wir stricken nun 28 Hin- und Rückreihen, Hinreihen 5 M rechts, 2 M links, 6 M rechts, 2 M links, 6 M rechts, 2 M links, 5 M rechts. Rückreihen 1 M rechts, 4 M links, 2 M rechts, 6 M links, 2 M rechts, 6 M links, 2 M rechts, 4 M links, 1 M rechts. Die rechten Anfangs- und Endmaschen bilden kleine Knötchen, dann kann man hinterher die Maschen für den Spickel leichter aufnehmen.

Herzchenferse:
Nach den 28 Reihen der Fersenwand werden die ersten 15 M in der Hinreihe rechts gestrickt.
Dann zwei M rechts verschränkt zusammen stricken, 1 M rechts, wenden.
1 M links abheben, 3 M links stricken, 2 M links zusammenstricken, 1 M links, wenden.
1 M rechts abheben, 4 M rechts stricken, 2 M rechts verschränkt zusammen stricken (das ist eine M vor der entstandenen “Lücke” und eine dahinter), wenden.
1 M links abheben, 5 M links stricken, 2 M links zusammenstricken, 1 M links, wenden.
So geht es weiter, bis auf beiden Seiten noch 2 Randmaschen nicht “bearbeitet” worden sind. Danach wird die Reihe sofort nach dem Zusammenstricken der beiden M gewendet. Wenn alle Maschen verarbeitet sind, sollten 14 M auf der Nadel liegen.

Zwickel:
Jetzt werden die M wieder auf vier Nadeln verteilt. Nadel 4 strickt aus dem Herzchen  7 M rechts, Nadel 1 7 Maschen rechts, dann werden mit Nadel 1 aus der Fersenwand (Knötchen) 16 M aufgenommen, 1 M aus den Unterfäden zwischen dem Herzchen und der Fersenwand, dann 14 M aus den 14 Knötchen, dann 1 M aus den Unterfäden zwischen Nadel 1 und 2. Nadel 2 und 3 werden abgestrickt, die freie Nadel nimmt 16 M aus der Fersenwand auf. Bei mir geht es am besten, wenn ich 2 M aus den Unterfäden zwischen Nadel 3 und der neuen Nadel nehme und dann 14 M aus den Knötchen. Die Reihe wird mit den 7 M rechts auf Nadel 4 beendet. Nun haben wir wieder eine Runde. Gestrickt wird Nadel 1 7 M rechts, 2 links, 6 M rechts (unter Umständen in der ersten Reihe verschränkt), 2 M links, 6 M rechts (uU verschränkt). Nadeln 2+3 im Grundmuster, Nadel 4 6 M rechts, 2 M links, 6 M rechts, 2 links, 7 rechts).
In der zweiten Reihe werden auf Nadel 1 die VORLETZTE und LETZTE Masche zusammengestrickt, Nadel 2+3 abstricken, bei Nadel 4 die ERSTE und ZWEITE M rechts verschränkt zusammen gestrickt. Dies wird in jeder zweiten Reihe wiederholt, bis auf den Nadeln insgesamt wieder 56 M liegen, das wären dann auf Nadel 1 und 4 je 15 M und auf den Nadeln 2 und 3 insgesamt 26.
Die M werden am besten so auf die Nadeln verteilt, dass die Nadeln 1, 2 und 3 mit einer linken Masche enden und Nadeln 2, 3 und 4 mit einer linken Masche beginnen. Das ist nicht notwendig, verhindert aber bei mir wiederum die Gässchenbildung.

Fußteil:
Dies sind Socken der Gr. 34/35. Ich stricke sie mit einer Bandspitze. Von Fersenende bis zum Anfang der Spitze sollte die Länge ca. 18 cm betragen. Bei mir war diese Länge nach 35 Reihen nach Beendigung der Ferse erreicht. Dann wird nur noch in Rechts-Reihen gestrickt. Die Maschen müssen wieder wie ursprünglich auf den Nadeln liegen, dass jede Nadel 14 M hat. Achtung, aufpassen, dass Nadel 1 auch wirklich da beginnt, wo ganz am Anfang Nadel 1 begonnen hat 🙂
Dann geht die Abnahme los:
Das Prinzip ist einfach: bei Nadel 1 und 3 die vorvorletzte und vorletzte Masche rechts zusammenstricken. Bei Nadel 2 und 4 werden die Maschen 2+3 rechts verschränkt zusammen gestrickt.
2 Reihen rechts stricken, 1 Abnahmerunde
2 Reihen rechts stricken, 1 Abnahmerunde
1 Reihe rechts stricken, 1 Abnahmerunde
1 Reihe rechts stricken, 1 Abnahmerunde
1 Reihe rechts stricken, 1 Abnahmerunde
6 Abnahmerunden
Dann sind auf jeder Nadel noch 3 Maschen. Der Faden wird abgeschnitten und durch alle Maschen zusammengezogen.

Dann müssen nur noch der Anfangs- und der Endfaden vernäht werden.
Ich hoffe, ich habe keinen Fehler eingebaut!!!